Und was kommt dann?

Das Wunderland endet nicht in Italien, denn es gibt viele Ideen, die dem Team des Miniatur Wunderlandes noch im Kopf herum spuken. Als nächstes wird die Italien-Welt noch durch die faszinierende Stadt Venedig mit seiner Lagune ergänzt. Aus Platzgründen wird dafür der vordere Teil Südtirols, das Vinschgau, weichen müssen. Dieser Teil der Anlage wird dann als Teil einer Sonderausstellung später wieder zu sehen sein. Die Herausforderung beim Bau Venedigs liegt insbesondere im Gebäudemodellbau. Da jede Ecke der Stadt und insbesondere natürlich die touristischen Highlights schon so oft fotografiert wurden, ist der Anspruch an die Detailtreue hier noch höher als anderswo.

Ähnliches gilt für den nächsten Bauabschnitt, denn an das Ende der Italien-Welt in Ligurien wird sich Monaco anschließen, natürlich mit Jachthafen und der Formel-Eins-Strecke durch die Stadt. An dieser Strecke wird schon seit Jahren getüftelt, damit darauf die Autos realistisch rasante Rennen absolvieren. So viel sei verraten: Mit unserem bisherigen Car-System funktioniert das nicht. Stattdessen werden wir mit Permanentmagneten in einem aufwändigen Halbach-Array arbeiten. Auf das Ergebnis sind wir sehr gespannt.

Danach werden wir den Sprung über den Kanal wagen, denn dann geht es in das Ursprungsland der Eisenbahn, nach England. Wie das genau aussehen soll, überlegen wir noch. Aber mit den reizvollen Landschaften der Grafschaften, dem industriellen Herzen der Insel, der überall sichtbaren noblen englischen Kultur und viel Eisenbahn, stellt England ein großartiges Motiv für unsere Modellbauer dar.

Anschließend machen wir die Europa-Runde komplett. Zwischen Italien/Monaco und England werden wir natürlich auch Frankreich noch ergänzen. Wie es dann weiter geht, haben wir noch nicht entschieden, aber viele Ideen sind schon da: Die Bandbreite schwankt von der ersten Eisenbahn, bis hin zu einem gigantischen Verkehrsknoten der Zukunft. Ebenso reizvoll ist der Gedanke an eine "Bimmelbahn“, die durch eine beschauliche Landschaft tuckert, oder an einen Mega-Rangierbahnhof mit angegliedertem Bahnbetriebswerk inmitten eines Industriekomplexes der vierziger Jahre.

Ein ebenso breites Feld zum Austoben bieten die Eisenbahnen ferner Länder. Von entlegenen Schmalspurbahnen quer durch den afrikanischen Dschungel, bis hin zu den futuristischen Hochgeschwindigkeitszügen Japans, lassen sich spannende Eisenbahnthemen anpacken, die teilweise durch ihren fragwürdigen historischen Hintergrund sehr bewegend sein könnten. Andersrum könnten diese den Besuchern aber wiederum auch andere Kulturkreise näher bringen.

Nichts reizt so sehr wie die Ferne und so ist die Vorstellung sehr reizvoll, eine Bahnverbindung zu bauen, die von der Elfenbeinküste durch den tropischen Regenwald führt, die Sahelzone durchquert, in der Hitze der Sahara gegen Sandstürme kämpft und vorbei an Pyramiden in Kairo zum Ziel kommt.

Sie sehen also, die Geschichte des Miniatur Wunderlandes ist noch lange nicht zu Ende geschrieben!