Die Geteilte Stadt

In mehreren Dioramen können Sie die Geschichte der deutschen Teilung am Beispiel einer Straßenecke mitten in Berlin erleben. Viele kleine Szenen lassen die Geschichte dieser Zeit wieder lebendig werden.

Viele Deutsche haben die Teilung selbst noch miterlebt, die meisten die Wiedervereinigung und fast jeder die Auswirkungen der Teilung auf unsere heutige Gesellschaft. Genau wie wir. Auch wenn es noch nicht lange her ist, fällt es uns häufig schwer vor Augen zu rufen, was die Teilung für Millionen von uns alltäglich bedeutete. Wenn man in Berlin-Mitte durch die Straßen schlendert und realisiert, dass innerhalb weniger Minuten die ehemalige deutsche Grenze mehrmals überschritten wird, fällt es schwer, das zu begreifen. So geht es wahrscheinlich vielen Menschen – im Besonderen den noch jüngeren Generationen. Das ist wahrscheinlich ein normaler Prozess, wenn Gelebtes zu Geschichte wird – und trotzdem prägt diese Geschichte das Miteinander in der Gegenwart. Hat das Miniatur Wunderland die Möglichkeit an Hand von Modellen Geschichte erlebbar zu machen? Wir sind der Überzeugung: ja! So entstand die Idee für diese Ausstellung. Gemeinsam haben das Miniatur Wunderland und die Hamburger Landeszentrale für politische Bildung, dann das Konzept für diese Ausstellung entwickelt. Mit Hilfe der sieben Dioramen wollen wir insbesondere Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bieten sich anders und lebhafter mit Geschichte zu beschäftigen und wollen Menschen jenseits der Schule und Berufsausbildung einen Anlass geben sich bildlich zu erinnern.

Dgs 1962-1964 Hausbesetzung

Die Dioramen zeigen eine fiktive, in Ost und West geteilte, Straßenkreuzung in Berlin. Fiktiv deshalb, weil so möglichst viele Alltagssituationen auf kleinstem Raum dargestellt werden können. Vordergründig bilden die Dioramen das Erscheinungsbild der jeweiligen Epoche im Osten und im Westen Berlins nach. Nach tiefgründiger Betrachtung der Dioramen wird man realisieren, dass viele Ereignisse, Lebensumstände und -arten der jeweiligen Epoche an Hand von kleinen Symbolen aus verschiedenen Winkeln beleuchtet werden. Auch wenn vieles in der Geschichte als gegeben betrachtet werden kann, ist uns bewusst, wie unterschiedlich diese aus der Sicht der und des Einzelnen wahrgenommen wurden. Wir haben versucht so viele Facetten wie nur möglich einzuarbeiten. Sicherlich konnten wir nicht alles nachbilden. Die Ausstellung wurde im September 2008 bei uns eröffnet.

Besucher Anlage Sonderausstellung Kopfhoerer