Modellbau-Highlights des Wunderlandes

Da es fast unmöglich ist, Ihnen alle unsere Modellbau-Highlights zu präsentieren, finden Sie auf dieser Seite nur eine kleine Auswahl. Lassen Sie sich von Architekturmodellbau und aussergewöhnlicher Modellbautechnik begeistern!

 

Die Highlights aus modellbauerischer Sicht

Imtech Arena

Die Imtech Arena: Fußballstadion, Sportarena und Veranstaltungsort in Hamburg. Mit der Nachbildung der Imtech Arena wurde ein aussergewöhnliches Modell im Hamburg-Abschnitt geschaffen: Unübersehbar trifft der Besucher auf die Arena, sobald er diesen Abschnitt betreten hat. Zur linken Hand liegt es direkt vor ihm, das ehemalige Volksparkstadion, in dem das Lokal-Derby HSV vs. St.Pauli von 2001 gespielt wird und dessen Torszenen man auf den großen Stadion-Anzeigetafeln (LCD-Bildschirme) mitverfolgen kann. Hierbei handelt es sich übrigens um eine der vielen Knopfdruck-Aktionen! Einige Zahlen zum Modell: Die Bauzeit lag bei über 1000 Stunden, die Gesamtkosten (Lohn und Material) lagen bei über 20.000,- €, die Nachrüstung zur Imtech Arena nahm weitere 200 Stunden in Anspruch. In die Arena wurden ca. 2000 LEDs für die Beleuchtung eingebaut und auf den Tribünen haben über 12.000 Figuren Platz genommen. Einige Zahlen zum Original: Insgesamt hat die Arena rund 55.000 Plätze (alle überdacht), davon 10.000 Stehplätze, 2.100 sogenannte "Business-Seats" und 50 Logen für 10-20 Personen. Die Grundfläche beträgt ca. 50.000 Quadratmeter, der Rasen ist beheizt, das Dach ragt knapp 35 Meter in die Höhe. Im Januar 2004 wurde die Imtech Arena durch die FIFA offiziell zum 5-Sterne Stadion ernannt. Da ein maßstabsgetreues Modell sage und schreibe 2,20 Meter mal 3,00 Meter groß geworden wäre, ist das Arena-Modell im Maßstab 1:150 entstanden.  

Die Speicherstadt

Geschichtlicher Hintergrund: Anstelle eines alten, von Fleeten durchzogenen Kaufmanns- und Wohnviertels, wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts auf der Brookinsel südlich vom Zollkanal ein neuer Speicherbereich für den 1888 eröffneten Hamburger Freihafen gebaut. Die lang gestreckten Speicherblöcke mit Straßen- und Fleetfronten bilden mit bis zu siebenstöckigen Ziegelbauten eine eindrucksvolle Geschlossenheit. Der strenge Gesamteindruck der rotbraunen Fassaden wird durch gothische Zierelemente wie Türmchen, Giebel, Erker oder Simse aufgelockert. Die Hamburger Speicherstadt ist von den Luftbombardements im Zweiten Weltkrieg zwar nicht verschont geblieben, hat jedoch in ihrer Gesamtheit keine unersetzlichen Schäden erlitten. Die Speicher dienten und dienen zum größten Teil auch heute noch der Lagerung von hochwertigen Importgütern. Zum einen handelt es sich um Genussmittel wie Tabak, Kaffee, Kakao, Tee, Rum, Trockenfrüchte, Nüsse oder Gewürze, zum anderen um Konserven, optische und elektronische Geräte sowie Rohseide und orientalische Teppiche. Im größten Teppichspeicher der Erde sind rund 120.000 qm handgeknüpfter Teppiche eingelagert. Die Wunderländer Speicherstadt ist im so genannten „Kitbashing“ entstanden. Das bedeutet, dass aus verschiedensten Serienbausätzen diverse Fassaden und Dächer verwendet werden und durch Zuschnitte und Einfärben entsteht ein anderes Gebäude. In mühevoller Handarbeit wurden sogar kleinste Erker und Simse nachgebildet. Um dem Vorbild genüge zu tragen, steht eine Speicherstadt-Seite am Fleet und eine auf der Strassenseite mit dem holprigen Kopfsteinpflaster. Die Besonderheit ist die „Modellbahn in der Modellbahn“. Im 4.OG eines Modellspeichers steht, in dem Maßstab 1:9000 die kleinste Eisenbahn der Welt und dreht auf Knopfdruck munter ihre Runden.  

Las Vegas

Las Vegas ist die größte Stadt im US-Bundesstaat Nevada und vor allem wegen ihrer großen Anzahl an Kasinos berühmt. Genau dieser Umstand war es auch, der uns zu der Entscheidung trieb, im Amerika-Abschnitt Las Vegas und nicht etwa New York oder Hollywood als Thema modellbauerisch umzusetzen. In Las Vegas wurden mehr als 30.000 LEDs verbaut, um all die Effekte zu erzielen, die es zu nun bestaunen gibt. Allein diese Stadt braucht einen kompletten Rechner für die Steuerung der Lichter. Die Gebäude wurden dem Original nachempfunden und man kann das Hotel/Casino „Luxor“, „MGM“, „Treasure Island“ mit der Piratenshow und dem sinkendem Schiff, „New York“ umringt von der spektakulären Achterbahn, und noch viele weitere bewundern. An dem im Vordergrund stehen Casino Royal wird deutlich, warum zur Beleuchtung von Las Vegas 5 Elektroniker ein Jahr löten mussten. Allein in diesem kleinen Gebäude wurden sechs Wochen lang LEDs verlötet und von der Menge der feinen Kupferlackdrähte könnte man sich eine Socke stricken.  

Schauertalbrücke

Die Idee, den Besuchergang mit einer Brücke zu überqueren kam uns, weil wir den Gästen des Wunderlandes das Erlebnis vermitteln wollten, unter vorbeirauschenden Zügen hindurch zu wandern. Eine stabile Konstruktion musste gefunden werden. Die Spannweite von 3 Metern, und die Wahrscheinlichkeit, dass doch mancher Bewunderer erst mit Händen begreift, was zu sehen ist, brachten uns dazu, die Brücke aus Metall zu fertigen. Als Vorbild diente die Kanalhochbrücke Grünental über den Nord-Ostee-Kanal.  Insgesamt wurden 60 Meter Messingprofil in 250 Einzelteile zerlegt und diese wiederum mit 1 Kilogramm Heisslot zu einer feinen Fachwerkkonstruktion verschmolzen. Die Brückenköpfe zu beiden Seiten müssen ein Gewicht von 15 Kilogramm tragen.

Wunderländer Transkontinentaltunnel

Wer unerwartet ein Vibrieren an den Füssen spürt, könnte gegebenenfalls auf unseren Zügen stehen, denn nur 5cm unterhalb der Fusssohle rauschen die Züge am Fussboden entlang. Dieses ehrgeizige und aufwendige Projekt ist die weltweit erste Eisenbahnverbindung von Hamburg nach Amerika und täglich kämpfen die Züge um das „Blaue Band“. Aber keine Angst, schützt doch diese filigranen Züge, eine 20 Milimeter Panzerglasscheibe. Mit schwerem Baugerät wurden dem Betonfussboden auf einer Länge von 5 Metern, 10 Zentimeter in der Tiefe abgerungen. Die Seitenwände wurden mit 400 LEDs bestückt, damit auch in dieser Tiefe noch jemand durchblickt. Besonders wurde auf die Dichtigkeit der Fugen Wert gelegt, damit bei der gründlichen Fussbodenreinigung kein Wasser in den Tunnel dringt und den Zugverkehr stört. Aber was, wenn dort ein Zug entgleist? Der längste Arm, unseres längsten Mitarbeiter misst gerade mal 1 Meter! Zu wenig für 5 Meter Tunnelröhre. Da hilft nur ein „Räumzug“ mit 4 Lokomotiven, der den Unfallverursacher, notfalls mit Gewalt aus dem Tunnel schiebt.  

St. Wendelberg in den Alpen

Im Inneren des St. Wendelberges gibt es ein Geheimnis, das nur durch eine kleine Öffnung an der vorderen Bergflanke zu entdecken ist. Man höre und staune - das Massiv hat 170 Meter Gleis verschlungen. Unten verschwinden die Züge im Schlund der Tiefe und hoch oben, knapp unterhalb des Gipfels speit der Berg sie wieder aus. Der größte Gleiswendel im Wunderland verfügt über 12 Gleisringe mit 1,6 Meter Durchmesser, die sich wie ein Gewinde nach oben schrauben. Die Züge überwinden darauf eine Höhe von 1,4 Metern auf einer Länge von 75 Metern, das entspricht einer Fahrdauer von etwa 5 Minuten. Mit Stahlgewindestangen von 16 Milimeter Durchmesser können die einzelnen Ebenen mittels Schraubmuttern in der exakten Steigung justiert werden.  

Michel

Der Michel ist wohl das berühmteste Gebäude der Hansestadt, der auch als Wahrzeichen Hamburgs gilt. Seine bewegte Geschichte begann bereits im 16. Jahrhundert und erreichte ihren Höhepunkt, als der Turm 1906 bei einem schweren Brand völlig vernichtet wurde. Der Entschlossenheit der Hamburger Bürgerschaft ist es zu verdanken, dass der Turm 1912 wieder eingeweiht werden konnte. Das aufwendige, von der Kirchenleitung genehmigte Architekturmodell ist ein vollständiger Eigenbau, als Vorlagen dienten Originalpläne und zahlreiche Detailfotos. Viele hundert kleinste Kunststoffteile wurden mit der Hand zurechtgesägt, und passend gefeilt, bis daraus in 1000 Stunden ein Prachtbau erstand. Genau wie beim Vorbild pflegt auch hier ein Wunderland-Trompeter eine jahrhundertealte Tradition: mehrmals täglich erklimmt er den Hamburger Michel und spielt aus luftiger Höhe einen Choral, „Gott zum Lobe, den Menschen zur Freude.“  

Storebeltbrücke

Das größte Bauwerk im Miniatur Wunderland ist der freie Nachbau der Storebeltbrücke, auf welcher Eisenbahn und Strasse über die Meerenge führen. Für diese 8 Meter lange Hängebrücke musste eigens ein Arbeitstisch aufgestellt werden. Der Durchlaufträger ist in Kastenbauweise aus Holz hergestellt, in ihm mussten die Kabel für Beleuchtung, Zugsteuerung und Komponenten des Faller Carsystems untergebracht werden. Um Verwindungen zu vermeiden waren beim Wenden des flexiblen 8 Mater Trägers auf der Werkbank, 4 Personen nötig. Aus Stabilitätsgründen fiel die Wahl des Baumaterials für die Pylonen auf Holz, welche formstabil im Rahmenunterbau verschraubt wurden. Mit acht Mitarbeitern wurde der Durchlaufträger über das Wasserbecken gehievt und in die Pylonen eingefädelt, 100 einzelne Hängeseile halten die Brücke auf den zwei Haupttragseilen über Wasser. Um diese insgesamt 80 Meter Angelschnüre zu verarbeiten vergingen 14 Tage. Die komplette Bauzeit dieses Giganten beläuft sich auf 6 Wochen.  

Echtwasserbecken in Skandinavien

Dem Zug seine Schiene, dem Auto seine Strasse, und dem Schiff sein Wasser. Im Wunderland nützt jedoch kein Wassereimer mehr, um „da mal ´ne Fähre zum Schaukeln zu bringen“ - hinter dem Wasserbecken im Skandinavienteil steckt eine Hightec-Wasserinstallation, die mit ihren zahlreichen Fühlern, Sensoren, Pumpen und Abläufen nur von einer komplizierten SPS-Steuerung zu bewältigen ist. Luftfeuchtigkeit, Wasser- und Raumtemperatur, sowie Filteranlagen müssen überwacht werden. Und damit im Falle eines Falles die Untermieter keine feuchten Füsse bekommen, muss auch gewährleistet sein, dass bei einer Leckage das Becken in kürzester Zeit leer gepumpt wird. Das Becken misst 80qm und fasst 25.000 Liter - insgesamt sind 30.000 Liter Wasser im System. Durch die Simulation von Ebbe und Flut und einer funktionierenden Schleuse ist der Schiffsverkehr eine einmalige Attraktion. Allein für den Tidenhub müssen 2.500 Liter Wasser in nur acht Minuten zwischen dem Pufferbecken im 3.Stock und der Anlage im 4.Stock hin- und hergepumpt werden. Da Wasser ein wertvoller Rohstoff ist, wird das Gebrauchtwasser zur Spülung der Toiletten verwendet.   

Freilichtbühne

Rollende Züge sind schon seit langem eine Selbstverständlichkeit in der Modellbahnbranche und im Miniatur Wunderland zählen fahrende, bremsende und blinkende Autos, sowie Schiffe die übers Meer kreuzen, zur Sensation unter Laien und Fachleuten. Wie nicht anders zu erwarten haben nun auch die Figuren angefangen, Laufen zu lernen. Unsere Feinmechanikerschmiede zaubert immer wieder Neues aus dem Hut und es wundert einen, dass auf so engem Raum ein verwirrendes Räderwerk aus Hebelchen und Seilzügen, angetrieben von kleinsten Motoren, eine harmonische Bewegung der Fräulein und Männlein an der Oberfläche vollführen. Die Freilichtbühne ist ein kulturelles Muss für jeden gebildeten Wunderländer. Nachdem sich der Begrüßungsapplaus gelegt hat, vernimmt man das Stimmen der Instrumente im Orchestergraben, ehe sich der Vorhang unter Flutlichtbeleuchtung öffnet. Auf leichten Füssen tänzelnd und um sich selber drehend erscheint Romeo auf den Brettern, die das Leben bedeuten. Mit lieblichem Gesang lockt er seine angebetete Julia aus ihrem Gemach und ohne Zögern eilt sie auf den Balkon. Doch oh Schmach, der verträumte Liebhaber hat die Leiter vergessen. So bleibt ihm nur der sehnsuchtsvolle Blick nach oben und der Weg führt ihn wieder hinaus in die Einsamkeit. Noch lange hallt der Applaus der Opernfreunde an der Felskulisse, bis sich der Vorhang endgültig schließt und die Gäste ergriffen nach Hause gehen.

Modellbau-Tipp-Videos
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