3. Strecke - Hamburg

Nachtaufnahme des Hamburger Hauptbahnhofs

Die Anreise zur Hansestadt Hamburg erfolgt, von Süden her kommend über Bad Klosterberg vorbei an den Harburger Bergen. Wie es in einer pulsierenden Großstadt üblich ist, dominieren bei der Einfahrt Hochhäuser das Bild. Und dort wo noch keine sind, werden welche gebaut! Schon bei der Einfahrt zum Berliner Tor, dem Kreuzungsbahnhof mit frei tragender Glasdachhalle, werden die Hochbaukräne sichtbar. Dort entsteht eine neue Megacity, die mit ihren modernen Glasfassaden ein neues Wahrzeichen werden könnten.
Das einzige Manko ist, dass sie auf den Fundamenten einer geschichtsträchtigen alten Fabrikhalle steht, die die Denkmalschützer gerne zum Kulturzentrum ausbauen würden.
Durch das von mächtigen Stahlfachträgern getragene Glasdach des Bahnhofs erkennt man das Messegelände, welches mit der alljährlichen „Hanseboot-Ausstellung“ die Massen anzieht. Für den Erholungsbedürftigen bietet das Drehrestaurant im Fernsehturm, hoch über den Dächern der Stadt, genügend Möglichkeit um bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen aufzutanken.
Bei der Weiterfahrt zum Hauptbahnhof verwundern den einen oder anderen Besucher die vielen Gleise im Bahnhofsvorfeld, diese garantieren, dass die Züge ohne komplizierte Kreuzungen in ihr vorbestimmtes Bahnsteiggleis einfahren können. Linkerhand entdecken wir das Bahnbetriebswerk, in dem die Fahrzeuge auf Schäden untersucht und kleinere Fehler behoben werden.
Lappen und Bürste sorgen Innen und Außen für Reinlichkeit; so ist garantiert, dass die nächsten Fahrgäste in einer glänzenden Atmosphäre begrüßt werden können.
Vom Hauptbahnhof aus besteht die Möglichkeit, via S- oder U-Bahn, Straßenbahn, Bus oder Taxi in der Metropole unterzutauchen.
Die gestressten Stadtbewohner hingegen nutzen die Bahn, um gen Norden an die Küste oder weiter nach Dänemark zu reisen und sich dort von einer frischen Brise den Kopf durchpusten zu lassen.
Zuvor sollte man sich jedoch noch einmal die Nase zu halten, denn die Strecke führt an der Mülldeponie und -verbrennungsanlagen mit ihren rußgeschwängerten Wolken vorbei.

Wendet man seinen Blick jedoch in Richtung Hafen, beweisen die vielen Kräne, welche Schiffe aus allen Herren Länder bedienen, den Handels- und Geschäftssinn dieser Weltstadt.
Die Architekten und Bauherren haben übrigens mit der Hafen umspannenden Köhlbrandbrücke gezeigt, dass man auch ohne Berg und Tal große Brücken bauen kann.
Zum Abschied grüssen Tiere aus Hagenbecks Tierpark mit allerlei Geräuschen, von welchen der Trompetenstoß des Elefanten wohl am lautesten zu hören ist. Und wer jetzt noch wissen möchte, wie die Dinosaurier hierher kommen, der möge sich bitte gedulden, denn diese und viele andere Geschichten erzählen wir beim nächsten Mal.