Die Linke

Die Modellwelt der Partei DIE LINKE ist kein Traumland, kein Utopia. Sie ist im hier und heute verortet, bildet die politischen Themen und Auseinandersetzungen ab und zeigt, wo DIE LINKE aktiv ist: auf der Straße, mitten im Leben.

In einer Stadt, in der die Glaspaläste der Finanz- und Bankenwelt ebenso angedeutet sind wie sozial durchmischte Wohngebiete mit kleinen Geschäften, Grünanlagen, alternativen und selbstbestimmten Lebenswelten, gibt es einen großen und bunten Demonstrationszug, in dem verschiedene Akteure ihre Forderungen friedlich und kreativ zum Ausdruck bringen. Angeführt wird der Zug von einem roten Transparent mit der Aufschrift »WIR FORDERN GERECHTIGKEIT«. Es gibt Fahnen von Gewerkschaften, der Friedens- und Bürgerrechtsbewegung und natürlich von der LINKEN. Dazwischen tauchen immer wieder Plakate und Transparente mit verschiedenen Forderungen auf, für die es eine Mehrheit in der Bevölkerung gibt, die aber von den anderen Parteien ignoriert werden: für den gesetzlichen Mindestlohn, gegen Hartz IV und für den Truppenabzug aus Afghanistan. Im Demonstrationszug fährt ein roter VW Bulli. Aus den Lautsprechern ist die Musik von Rio Reiser und »Ton Steine Scherben« zu hören: »Alles verändert sich / wenn Du es veränderst / doch Du kannst nicht gewinnen / so lange Du allein bist.«

Wir danken den Kolleginnen und Kollegen vom Wunderland und ganz besonders Sönke!

Demo 1

Der Demonstrationszug bildet den Kern und den roten Faden unserer Miniaturwelt. Obwohl die Demo augenscheinlich friedlich verläuft, beschützen starke Polizeikräfte eine Bank. Wir stellen die wichtigen Fragen: Wer ist für die schwere Wirtschafts- und Finanzkrise verantwortlich und wer wird für ihre Kosten aufkommen?


Demo 2

Demonstration 2

Wieso gibt es Milliarden zur Rettung maroder Finanzinstitute und unvorstellbare Boni-Zahlungen für unfähige Manager? Wieso wird nicht in unsere Zukunft, also in Bildung investiert? Wieso kommen diejenigen, die für die größte Volksenteignung der Nachkriegsgeschichte verantwortlich sind, ungeschoren davon, während friedliche Demonstrantinnen und Demonstranten von Polizeikameras gefilmt werden?


Bank

Im Elfenbeinturm der Bank wird schon wieder getanzt. Vertreter aus Politik und Wirtschaft geben sich ein Stelldichein. Der Protest der Bürgerinnen und Bürger irritiert dennoch. Das Wahlplakat in blau-gelb »Arbeit muss sich wieder lohnen« ist angesichts von Kurzarbeit, drohenden Massenentlassungen, sinkenden Reallöhnen und einem ständig wachsenden Niedriglohnsektor an Zynismus kaum noch zu überbieten.


Parteispenden

Herr Ackermann gibt sich die Ehre. Bei Champagner und Häppchen werden großzügig Spenden an CDU/CSU, FDP, SPD und Grüne verteilt, die natürlich gern annehmen. Ob dieser Geldsegen ihre politischen Entscheidungen wohl beeinflusst? Wir wissen jedenfalls, warum uns Superreiche und Wirtschaftslobbyisten hassen. Die Wählerinnen und Wähler wissen es auch. Und das macht uns ein ganz klein wenig stolz.


Privatisierung stoppen

Der Vorhang fällt. Ein städtisches Schauspielhaus muss geschlossen werden. Ein Experimentierfeld für junges, kreatives Theater und Spielstätte für klassische Inszenierungen fällt dem Rotstift zum Opfer. Grund dafür sind die fehlenden Steuereinnahmen durch die gesunkenen Steuersätze für Konzerne und Spitzenverdiener, die sowohl Rot-Grün als auch SPD und Union zu verantworten haben. Wir fordern auch deshalb eine Vermögenssteuer und eine Steuer auf Börsenspekulationen.


Clara-Copy

Auf der anderen Seite des Demonstrationszuges gibt es ein Wohngebiet. Anwohner gehen ihrem Tagesgeschäft nach. Viele wollen noch an der Demo teilnehmen. Sie kommen an einem Copy-Shop vorbei: »Kopieren Sie hier die Forderungen der LINKEN.« Frau Merkel, Herr Steinmeier und Frau Roth stehen schon an. Seit DIE LINKE in den Parlamenten vertreten ist, werden viele ihrer Forderungen von den anderen Parteien kopiert. Zum Beispiel die für einem flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn, wie er in den meisten anderen europäischen Staaten schon existiert.


Kulturfabrik

Ein ehemaliges Industriegebäude ist heute Kulturfabrik. Es gibt ein breites Angebot für Anwohnerinnen und Anwohner der Gegend, wie dem Ankündigungsplakat zu entnehmen ist. Heute spielt die Rio-Reiser-Revivalband. Wir fordern den Erhalt solcher kultureller Inseln, die für die soziale Struktur und Lebensqualität enorm wichtig sind. Dafür müssen natürlich genügend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen.


Städtischer Kindergarten

Die Grundsteinlegung für den Bau eines städtischen Kindergartens in einem Park nebenan macht Hoffnung. Wir fordern ausreichend Plätze für alle, die ihre Kinder in die Kita geben wollen. Wir fordern mehr Erzieherinnen und Erzieher und mehr Geld und Anerkennung für ihre schwere Arbeit. Und wir fordern gebührenfreien Zugang zu Bildung von der Kita bis zur Uni.


Sozialticket

Das Sozialticket ist ein zentrales Projekt der LINKEN in vielen Ländern. Mobilität ist in unserer Gesellschaft enorm wichtig geworden. Niemand darf dabei ausgegrenzt werden. Busse und Bahnen müssen also bezahlbar bleiben – vor allem für jene, die wenig haben. Das setzt aber voraus, dass nicht privatisiert wird. Weder im Nah- noch im Fernverkehr. Denn mit den Renditeerwartungen privater Eigentümer drohen Preissteigerungen und Sicherheitsmängel.


Demokratie

DIE LINKE kämpft seit Jahren für mehr direkte Demokratie, für mehr Bürgerbeteiligung, für niedrigere Hürden bei Volksbegehren. Denn nur so ist Demokratie wieder vermittelbar. In Berlin, wo DIE LINKE mitregiert ist das schon sehr gut gelungen. Hier haben die Menschen mehr Recht auf Mitbestimmung durch die Einführung von Volksentscheiden und Bürgerhaushalten.


Der Kiez

In einen richtigen Kiez gehört neben türkischen Gemüsehändlern, dem Blumengeschäft »Rote Flora« und einem kubanischen Restaurant mit Salsa und Bocadillos auch ein besetztes Haus. Wir unterstützen diese Räume selbstbestimmten Lebens. Die Volxküche ist eine Bereicherung für das friedliche und soziale Miteinander.


Piratenradio

Das kleine Piratenradioauto steht für unsere Forderung nach einer medialen Gegenöffentlichkeit. Zeitungen und Privatsender sind in der Hand weniger Medienkonzerne. Das öffentlich rechtliche Fernsehen und Radio wird über den Rundfunkrat von den etablierten Parteien kontrolliert und bestimmt. Die Macht in der Informationsgesellschaft darf nicht in den Händen weniger liegen. Information und Wissen müssen allen zugänglich sein und von allen verbreitet werden können.


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