770 bis 1300 - Frühes Mittelalter

Das europäische Mittelalter prägte unter anderem eine nach Ständen geordnete Gesellschaft und eine gläubig christliche Geisteshaltung.

Die Stadt

Die Siedlung hat sich zu einer kleinen Stadt entwickelt, deren Mittelpunkt der Marktplatz und die Kirche bildet. Innerhalb der Stadtmauern werden Gemüse angebaut und Tiere gehalten; beide werden auch verkauft. Dadurch können sich die Bürger zum einen selber versorgen; zum anderen kommen durch den Handel neue Güter in die Stadt.


Ein öffentlicher Brunnen sorgt neben dem Fluss für  Wasserversorgung.


Die Häuser

Die Häuser sind aus Steinen gemauert sowie mit Holzschindeln bedeckt und die Fenster sind mit Holz oder Tuch verhängt. In den Fenstern der reichen Stadtbewohner, der Patrizier, sowie  als Kirchenfenster ist bereits Glas zu finden.


Der Bäckergalgen

Das städtische Zusammenleben ist streng geregelt. Der so genannte Bäckergalgen kommt z.T. zum Einsatz, wenn das Brot nicht den vorgeschriebenen Maßen, Gewichten und Inhaltsstoffen entspricht.


Der Fluss

Am Fluss entstehen die ersten Hafenanlagen und Handelsschiffe können anlegen. 


Landwirtschaft

Auf der anderen Seite des Flusses ist der Wald gerodet und Bauern haben sich angesiedelt. Nahezu alle Arbeiten werden von Hand getätigt. Die Landwirtschaft ist häufig von Missernten geprägt.


Der Burgherr

Das Land und der Wald gehören dem Burgherren, der auf dem Berg über der Stadt seine Festung errichtet hat. Bis auf wenige Anteile müssen die Bauern ihre Erträge abgeben und zusätzliche Dienste z.B. als Knechte  erledigen. Mit dem Besitz des Waldes hat der Burgherr auch das Jagdrecht inne. Da er zudem Gerichtsherr ist, kann er Vergehen jeglicher Art bestrafen, auch mit dem Tode.


Der Burgherr erzielt seine Einnahmen neben der Landwirtschaft auch  durch das Fördern von Erzen auf seinem Grundbesitz (vorrangig Silber) und erhebt Handelszölle auf dem Fluss.

Als Christ lässt er seine Untertanen zum christlichen Glauben bekehren, notfalls auch unter Anwendung von Gewalt.