Die Einsatzorte des Carsystems

Das Carsystem im Wunderland kann man bis dato in vier unserer Welten bestaunen: Knuffingen, Amerika, Skandinavien und am Knuffingen Airport.

Die Einsatzorte des Carsystems

  • Knuffingen

    Knuffingen Blitzer Radar

    Das Carsystem im Abschnitt Knuffingen ist das älteste und größte Carsystem im ganzen Wunderland. Es erstreckt sich über den ganzen Abschnitt. Das Herz der Anlage ist ein Schattenbahnhof zur Aufnahme von bis zu 250 Fahrzeugen, der hinter einem Berg verborgen am linken Ende der Autobahn liegt. Am rechten Ende der Autobahn befindet sich ein kleiner "Wende-Schattenbahnhof", damit ein Fahrzeug erst nach dem Durchlaufen einer Warteschlange zurück auf die Gegenfahrbahn fährt. Der Wendebahnhof dient desweiteren zur Aufnahme von 10 dort fest stationierten Fahrzeugen, welche die Knuffinger Feuerwehr bei Großeinsätzen unterstützen.

    Auf der Fläche der mittleren "Zunge" ist die Stadt Knuffingen entstanden, welche der Kernpunkt des sichtbaren Teils der Anlage ist. Hier befinden sich ein Busbahnhof mit sechs Bus-Reihen, ein Taxistand zur Aufnahme von bis zu sechs Taxen, die Hauptfeuerwache mit neun Toren, sowie die Polizeiwache (an dieser Stelle sind nur die ins Carsystem integrierten Gebäude genannt). Die Stadt wird über zwei Autobahnausfahrten erreicht: die "linke" mittels einer Unterführung unter den Bahnhofsgleisen und die "rechte" als Hochbrücke über die Gleise. Am Ende der Zunge (auf der Zeichnung unten) befindet sich dann ein Teil mit überwiegend Landstraßen. Die gesamte Streckenlänge beträgt insgesamt ca. 330 Meter und enthält etwa 200 elektrische Abzweigungen. Die Carsystem-Anlage ist geplant für bis zu 312 Fahrzeuge (= Anzahl der Parkplätze). Dieser Abschnitt besitzt eine automatische Ladestation mit 32 computergesteuerten Ladebuchten.

    Die Anlage hat zwei große Kreuzungen, welche mit realistischen Ampeln bestückt sind. Die beiden Ampelanlagen sind auf eine "grüne Welle" programmiert. Die Konfiguration der Ampelsteuerung alleine hat ca. 30 Stunden benötigt, da die Ampelschaltungen mit separater "Abbiege-Phase" programmiert sind. In Anbetracht der vielen tausend Arbeitsstunden, die bisher in die Entwicklung des Carsystems geflossen sind, war die Entwicklung der Ampelschaltung jedoch verhältnismäßig schnell gelöst.

    In Knuffingen dominieren Feuerwehreinsätze den Verkehr - einen der sichersten Jobs im Miniatur Wunderland findet man bei der Knuffinger Feuerwehr. Im Schnitt alle 15 Minuten rückt man dort zu einem der fünf großen und zusätzlich alle 15 Minuten zu einem der sechs kleinen Einsatzszenarien aus. Seit Fertigstellung des Flughafens "Knuffingen Airport" übernimmt die Knuffinger Feuerwehr als Unterstützung der Flughafenfeuerwehr zusätzlich den Brandschutz und die technische Zuständigkeit bei Notlandungen.

  • Amerika

    Amerika Bahnuebergang Lok

    Im Amerika-Abschnitt ist das zweitgrößte Carsystem des Miniatur Wunderlandes installiert. Auch hier stellt das Herz des Carsystems ein knapp 100 Plätze fassender Schattenbahnhof dar. Er wird über einen vierspurigen Freeway (Autobahn) erreicht. Highlight auf diesem Highway ist neben dem teilweise äußerst hohen Verkehrsaufkommen und den beiden Feuerwehrszenarien „Verkehrsunfall mit Stau“ (bis zu 52 Fahrzeuge und acht Meter Stau!) und „Buschbrand“, das Verkehrsleitsystem. Bei Interesse zu diesem Thema lohnt sich ein Blick in den Wochenbericht „Verkehrsleitsystem“.

    Über eine Freeway-Abfahrt kommen die Fahrzeuge auf einen Interstate in Richtung Las Vegas. Ein weiteres Highlight dieser Carsystem-Strecke ist die Durchquerung des Grand Canyon (entgegenkommende Fahrzeuge müssen sich arrangieren), sowie die Holzüberquerung durch die Everglades.

    Auch wurde auf diesem Abschnitt erstmals eine komplett computergesteuerte LKW-Verladung auf einen Zug, eine sogenannte „rollende Straße“, verwirklicht. Bis zu fünf LKWs fahren selbständig auf den Zug. Nachdem der Zug beladen wird, fährt dieser mit der schweren Fracht durch das Wunderland und kehrt zu einem unbestimmten Zeitpunkt zurück, um die LKW zu entladen.

    Ob man in Amerika davon ausgeht, dass ein Feuer sich schneller löschen lässt je mehr Blaulichter die Löschfahrzeuge haben, konnten wir nicht klären; auf jeden Fall haben auch unsere kleinen, fahrbaren US-Feuerwehrfahrzeuge bis zu 62 Lampen. Wir haben für die „Grundausstattung“ der Feuerwachen Fahrzeuge der New Yorker Feuerwehr als Vorbild genommen und jede einzelne Lampe an den Fahrzeugen mit den exakt vorbildgetreuen Blinkfolgen programmiert. Dieses geschah in Zusammenarbeit mit einer New Yorker Feuerwache.

    Um die für die USA typischen Road Trains (LKW mit bis zu drei Anhängern) kollisionsfrei über das amerikanische Straßengewirr zu steuern, musste die Steuerungssoftware umfassend angepasst werden. Dieser Abschnitt verfügt über eine Ladestation mit 16 Plätzen und genau wie Knuffingen über mehr als 200 Abzweigungen und eine Streckengesamtlänge von 305 Metern. Dieser Abschnitt verträgt ca. 70 gleichzeitig fahrende Fahrzeuge ohne nennenswerte Staubildungen.

  • Skandinavien

    Skandinavien Lkw Nacht

    Die Fahrzeuge können ab Fertigstellung der computergesteuerten Schiffssteuerung vollautomatisch auf zwei Autofähren verladen werden. Es gibt dort eine 8er Ladestation und einen Schattenbahnhof mit 72 Parkplätzen. Als kleines Bonbon fahren die in Dänemark stationierten Rettungswagen über die große Brücke Einsätze bis nach Norwegen. Auf der Storebeltbrücke umkurvt der Rettungswagen einen endlosen Stau.

  • Flughafen

    Flughafen Start Lufthansa Nacht

    Im Gegensatz zu den ursprünglichen Carsystem-Autos empfangen die neuen Fahrzeuge am Knuffingen Airport alle Daten mittels Infrarotsensoren. Dadurch ist ein dynamischeres Fahren möglich und es können Lampen, Blinker und Fahrstufen während der Fahrt geschaltet werden. Außerdem ermöglicht die Infrarot-Technik eine viel genauere Positionsanalyse und damit verbunden das Fahren mit wesentlich kürzerem Abstand zu anderen Fahrzeugen.

    Der Bau der Carsystem-Fahrzeuge auf dem Airport stellte oft ganz besondere Herausforderungen an das Team. In immer kleinere Fahrzeuge immer mehr Technik zu bekommen, gelang nur mit vielen mühseligen Modifikationen. Hervorzuheben sind dabei die verhältnismäßig kleinen Innenreinigungsfahrzeuge des Flughafens, denn alle Komponenten mussten austauschbar gebaut werden um bei Reparaturen Zeit zu sparen. Das Highlight bisher ist aber zweifellos die Fahrgasttreppe, in der erst nach unglaublich viel Detailarbeit all die Elektronik des Carsystems und Batterien untergebracht werden konnten.

    Es sind unter anderem noch folgende Fahrzeuge auf dem Flughafen zu finden: Tanklastzüge, Cateringfahrzeuge, Enteiser, Abwassertanklaster, Müllwagen, Gepäckwagen, Betankungsfahrzeuge, Flughafenbusse (für die Passagiere), Crewbusse, Schneefräsen, Bodenpersonalfahrzeuge.

    Doch die gelb-schwarzen Follow-me-Fahrzeuge, welche normalerweise auf dem Rollfeld vor den Flugzeugen her fahren und ihnen den Weg zeigen, gibt es in dieser Form auf dem Knuffinger Flughafen nicht. Je winziger die Technik, desto schwieriger wird es, zwei auf gleicher Strecke hintereinander her fahrende Fahrzeuge miteinander zu synchronisieren. Sogar baugleiche Motoren haben hier bereits unterschiedliche Laufeigenschaften. Aus diesem Grund haben wir ein Flugzeugleitsystem entwickelt, welches über die Linienmarkierungen funktioniert und dem Piloten darüber den Weg weist. In der Realität werden mittlerweile auf dem Londoner und dem Münchener Flughafen ähnliche Systeme eingesetzt - unsere Idee ist also nicht mehr ganz so abwegig.