Montag, 22.02. - Sonntag, 28.02.2016

Unglaublich: Bereits zum 800. Mal erscheint der Wochenbericht und er sieht keine Woche älter als 799 aus. Eigentlich wollten wir Ihnen hier aus diesem Anlass einmal ein Making Of des Wochenberichts zeigen, doch haben wir festgestellt, dass sich dies als Video sehr viel besser macht. Deshalb werden wir es einmal nachreichen. Aber das gibt auch Gelegenheit zu fragen: was würden Sie denn gern im Making Of sehen?

Heute gibt es stattdessen einen extralangen Bericht über Maurer, Vulkanologen und Mittel gegen Kalk. Viel Vergnügen!

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Besuchen Sie die Toskana, hier grünt es schon im Februar! Sönke hat die erste Runde kurzes Gras gesät und die Landschaft sieht dadurch gleich schon viel mehr nach dem grünbehügelten Vorbild aus. Wir sind gespannt, wie es am Ende aussehen wird, wenn all die Pinien und Zypressen das Bild noch perfektionieren.

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In dieser Woche geht es allerdings vor allem um das eine: Mauern. Es wird gemauert, was das Zeug hält. Beispielsweise bei Torben, bei dem in den letzten Wochen ein wahres Meister- von Mauerwerk entstanden ist.

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Wenn man sich das Mauerwerk aus der Nähe ansieht, erkennt man auch, warum es so viel Zeit verschlingt: Die unterschiedliche Struktur der Ziegel und ihre Farbgestaltung sind ausgesprochen aufwändig.

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Auch Judith und Liez konnten sich dem allgemeinen Trend zum Mauern nicht verschließen, als sie diese Tunnelportale bauten. Darüber haben sie noch eine Ein-Bogen-Brücke gespannt.

An dieser schmalen Stelle des Abschnitts verlaufen die Bahnstrecken (teils unsichtbar) auf fünf Ebenen übereinander.

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Nochmal im Detail. Auch hier steckt die Hauptarbeit offensichtlich im aufwändigen Mauerwerk. Selbst bei den Backsteinmauern oben wurden die einzelnen Ziegel herausgearbeitet.8

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Währenddessen ist Tino mit einer unglaublich beliebten Fleißaufgabe beschäftigt: Im verdeckten Teil der Anlage werden außen an den Trassen Absturzsicherungen angebracht, damit es bei Entgleisungen nicht zum Gesamtabsturz kommt. Außerdem sollen die Züge auch keinem, der unter der Anlage arbeitet, auf den Kopf fallen.

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In einer Senke hinter Roma Termini entsteht unter einer prächtigen Villa ein vergleichsweise mittelprächtiges Viertel. Etwas überraschend meinte Sönke, dass die Gebäude noch gealtert werden müssten. Momentan verteilt er Schotter zwischen den Gebäuden, bevor noch mit Details ausgestaltet wird.

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Letzte Woche haben wir erste Bilder von der Baustelle des Dörfchens Monestroli gezeigt. Seitdem hat sich bei Michael auf der Werkbank viel getan, hier beklebt er gerade die Fenster mit Fotos des Gebäudeinnern.

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Die Häuser haben schon ihre erste Schicht Farbe abbekommen. Als nächstes werden sie noch gealtert und die besagten Fenster werden eingesetzt.

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Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Bald können die ersten Wunderländer in ihre steilen Domizile einziehen. Das örtliche Fitness-Studio hat schon vor Eröffnung wieder geschlossen, vermutlich dank all der Treppen.

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Unseren Ausflug in die Maurerwelt beenden wir für heute bei Gaston, welcher an der großen Brücke für Ligurien arbeitet (nach Fertigstellung auch bei Bella Italia zu bewundern). Dabei hat er das Mauern auf die Spitze getrieben:

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Jeder einzelne Stein wird mit der Pinzette aufgeleimt. So entsteht aber auch ein einmalig realitätsnaher Eindruck. Bald hat er es für diesen Pfeiler geschafft, denn dieser wird bis zur Linie in die Landschaft versenkt.

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Und so sieht das im Ganzen aus. Gaston hat einen Wettbewerb ausgeschrieben: Demjenigen, der am Genauesten schätzt, wie viele Ziegel er an diesem Pfeiler verklebt hat, spendiert er freien Eintritt ins Wunderland und eine kleine Werkstatt-Tour. Um es nicht zu einfach zu machen: die Rückseite und die Innenseite unter dem Bogen sind auch mit Mauerwerk verkleidet und zählen auch dazu. Das verstaubte Objektiv war (natürlich) Absicht.

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Nebenan hat sich Jens als nächstes Projekt mobile Imbissstände ausgesucht und die ersten Teile kamen eben frisch aus der Fräse. Hier zu sehen sind lediglich die 1 Millimeter starken Teile, die anderen kommen noch.

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Auf der bestehenden Anlage werden gerade am Flughafen die Dreileiter-Gleise getauscht. Der Grund sind nicht die Schienen, auf den die Räder idealerweise reibungsarm rollen, sondern die Mittelleiter, welche bei jeder Überfahrt ein wenig mehr abgeschliffen werden. Im Wunderland-Dauerbetrieb sind sie nun nach 4 ½ Jahren so weit abgenutzt, dass sie für einen zuverlässigen Betrieb ersetzt werden müssen. Heute konnte man die Schnittstelle zwischen den neuen und alten Gleisen deutlich sehen, da die Neuen optisch noch gealtert werden müssen.

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Bei einem Streifzug durch die Technikwerkstatt sieht man immer wieder, dass Kabel verlegen eine ganz eigene Art der Kunst ist. Ein schönes Beispiel dafür ist die Beleuchtung in diesem Dach, …

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… das einmal dieses Armenhaus bedecken wird.

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Gitta hat es in der (momentan etwas lädierten) Hand, die Waggons für Italien zu beleuchten und mit Passagieren zu füllen. Hier wartet gerade ein Schnellzug auf die Komplettierung seiner Erleuchtung.

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Ein technischer Leckerbissen wird zweifellos die Marmorbahn in Südtirol, gestaltet nach dem real existierenden Vorbild in Laas (Alt-Südtirol). Wie dort sollen mit Marmorblöcken beladene Schmalspurwagen aus dem Steinbruch einzeln quer auf den Schrägaufzug fahren, dann mit diesem talwärts fahren und unten wieder zu einem Zug zusammengestellt werden.

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Der Schrägaufzug funktioniert dabei wie eine Standseilbahn. Der Motor ist am Bergende der Bahn im Boden versenkt. Die Aufhängung der Wagen läuft um das große Rad, danach fahren sie wieder ins Tal.

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So sieht ein Wagen der Marmorbahn aus. Natürlich wird er noch etwas verkleidet und es fehlen auch noch die Gleise darauf. Man beachte die für eine Bahn ungewöhnlichen doppelten Räder.

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Testweise wurde die Bahn heute in die Anlage eingesetzt. Der Anschluss an die Schmalspurbahn wird allerdings erst beim finalen Einbau hergestellt, weil es beim Übergang zwischen regulärer Bahn und Aufzug auf größte Präzision ankommt, damit die Wagen beim Übergang auf den und von dem Aufzug nicht entgleisen.

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Diese Plättchen hatten wir letzte Woche schon gezeigt und die meisten haben es richtig erraten: Sie sind Teil des neuen Ansatzes zur Simulation des Vesuv-Lavastroms. Die Idee ist einfach, aber der Effekt sensationell:

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Die Oberseite der Plättchen wurde unregelmäßig aufgerauht. Fällt nun von der Seite Licht auf die Plättchen, leuchten diese rauen Stellen auf.

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Auf diese Plättchen kommt als nächstes eine Masse, welche hauptsächlich aus Lampenasche besteht. Durch dieses extrem feinkörnige Material wird das Licht der artifiziell illuminierten Plexiglasscheiben stellenweise durchscheinen und so den Eindruck einer von innen heraus glühend leuchtenden Masse erzeugen. Hoffentlich.

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Man kann sich vorstellen, wie jemand aussieht, der mit so feinem Aschestaub gearbeitet hat...

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Die Plexiglasplatten mit ihrem geaschten Haupt werden auf die Glieder einer flexiblen Kette geklebt ...

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... die in einer gewundenen Bahn den Hang des Vulkans hinunter läuft. Hier ist allerdings noch eine Versuchsanordnung zu sehen, in welcher mit verschieden hellen und farbigen LEDs zur Beleuchtung der Lavateile experimentiert wird. Wir hätten Ihnen den Effekt gern gezeigt, aber die Arbeitszeiten von Vulkanologen und Wochenberichterstattern sind nur begrenzt deckungsgleich, deshalb werden wir das nächste Woche nachholen.

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Viele fragen sich sicherlich, warum nicht immer so viel Neues entsteht wie in dieser Woche. Die Antwort ist ganz einfach. Wenn man sich die größte Modellbahn der Welt hingestellt hat, braucht es eine Menge Arbeit, alles zu warten, zu reparieren und zu pflegen, damit diese noch lange ansehnlich bleibt. Das Problem wird nicht kleiner, wenn man dabei Schiffe in echtem Wasser fahren lässt, tagein und tagaus. Man kann das Wasser noch so gut reinigen, filtern und enthärten, es wird nie ganz rein. Und selbst wenn man komplett 30.000 Liter destilliertes Wasser besorgen würde, wäre dies nach einiger Zeit nicht mehr ganz rein. Und so bleibt unserer Leo-Werft nur, die Schiffe hin und wieder zu entkalken und neu zu lackieren. Hier sieht man Vorher/Nachher im direkten Vergleich.

Wir wünschen eine unvergleichlich schöne Woche!