Newsmeldung Kategorie Anlage

24.09.2008 um 22:20 Uhr
Alter: 3 Jahr(e)

Sonderausstellung zum Tag der deutschen Einheit –

vom 02. Oktober – 31. Dezember 2008 im Miniatur Wunderland

Gemeinsam mit der Hamburger Landeszentrale für politische Bildung haben wir eine neue Ausstellung entwickelt. Mittelpunkt der Ausstellung sind sieben Dioramen die die deutsche Nachkriegsgeschichte von 1945-89 darstellen. Jedes Diorama beschäftigt sich mit einer Epoche und beinhaltet zahlreiche Details, die jeweils symbolisch für Ereignisse oder Entwicklungen innerhalb dieser Zeit stehen. Schauplatz der Dioramen ist eine fiktive Grenzstraße in Berlin, die sich im Laufe der Zeit wandelt und die konträren Entwicklungen innerhalb der beiden System nachbildet.

Primär wollen wir mit diesen Dioramen Schüler und Jugendlich spielerisch an Geschichte heranführen. Aber die Ausstellung ist sicherlich nicht nur für Schüler interessant. Das Modellbauteam hat in rund 2.000 Arbeitsstunden mit selten dagewesener Präzision beeindruckende Abbilder vergangener Zeiten gebaut.

Die Ausstellung startet am 03.Oktober und endet am 31.Dezember. In der Zwischenzeit kann jeder Besucher des Miniatur Wunderlandes die Ausstellung im 2.Stock besuchen.  

Eine Kreuzung in Berlin kurz nach Kriegsende. Sowjetische und amerikanische Panzer rollen durch die zertrümmerte Stadt.

Eine Kreuzung in Berlin kurz nach Kriegsende. Sowjetische und amerikanische Panzer rollen durch die zertrümmerte Stadt.


1961 - in einer Nacht-und-Nebel-Aktion werden am 13. August die Grenzen zwischen Ost- und Westberlin geschlossen und die erste Generation der Berliner Mauer errichtet.

1961 - in einer Nacht-und-Nebel-Aktion werden am 13. August die Grenzen zwischen Ost- und Westberlin geschlossen und die erste Generation der Berliner Mauer errichtet.


Dieses Bild ging um die Welt: während Ost- und Westberlin voneinander abgeriegelt werden nutzt der NVA-Soldat Conrad Schumann die Gunst der Stunde und flüchtet über den Stacheldraht in den Westen.

Dieses Bild ging um die Welt: während Ost- und Westberlin voneinander abgeriegelt werden nutzt der NVA-Soldat Conrad Schumann die Gunst der Stunde und flüchtet über den Stacheldraht in den Westen.


Blick auf das letzte von insgesamt sieben Dioramen. Dargestellt sind hier die Jahre 1989-90.

Blick auf das letzte von insgesamt sieben Dioramen. Dargestellt sind hier die Jahre 1989-90.


Durch ein Loch in der Berliner Mauer blicken sich DDR-Grenzsoldaten und Westberliner in die Augen.

Durch ein Loch in der Berliner Mauer blicken sich DDR-Grenzsoldaten und Westberliner in die Augen.


Eines der bekanntesten Bilder der Wendezeit: Trabis werden von unzähligen Menschen an den Grenzübergängen begrüßt.

Eines der bekanntesten Bilder der Wendezeit: Trabis werden von unzähligen Menschen an den Grenzübergängen begrüßt.



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Kommentare (Gast)

schrieb am 02.10.2008 um 13:39 Uhr
Schade! Komme erst im ersten Halbjahr 2009 zum nächsten Mal ins Miwula.
Die Berlin-Dioramen hätte ich gerne gesehen .....

Könntet Ihr die Dioramen vielleicht im nächsten Frühjahr bei der Intermodellbau in Dortmund ausstellen?

schrieb am 06.10.2008 um 20:44 Uhr
Die Dioramen sind wirklich gelungen. Beeindruckend ist, wie die Gebäude gezeigt wurden, wie sie sich im Laufe der Zeit veränderten, sofern sie nicht ersetzt wurden. Und wie von den anderen Modellen gewohnt, zeigt sich hier ein Detailreichtum, der genaues Hinsehen erfordert.
Mein Vorschlag zur Güte: Den Bahnhof Berlin-Friedrichstraße nachzubilden, denn dieser war gewissermaßen ein exterritorialer Bahnhof Westberlins (große Bahnsteighalle, unterirdischer S-Bahnsteig, U-Bahnsteig), bei dem nur die kleine Bahnsteighalle dem nicht ausreiseberechtigtem DDR-Bürger zur Verfügung stand.
Außerdem wäre ein Grenzbahnhof wie Griebnitzsee, Staaken Deutsche Demokratische Republik (nicht zu verwechseln mit Berlin-Staaken), Herrnburg, Schwanheide, Oebisfelde, Marienborn oder dergleichen interessant.

Gruß
Gerald Warnecke

schrieb am 07.10.2008 um 09:18 Uhr
Hallo Herr Warnecke,

vielen Dank für die lobenden Worte und Ihre Vorschläge. Sie haben völlig Recht! Der Bahnhof Friedrichstraße ist sowohl von der Symbolkraft, als auch von der historischen Bedeutung absolut bauenswert. Jedoch haben wir uns während der Konzeption der Ausstellung bewusst dagegen entschieden, da der Bahnhof von den Ausmassen zu dominant und die Idee der fiktiven Straßenkreuzung, die es uns erlaubt Symbole territorial zu entfremden, nicht mehr glaubwürdig umsetzbar wäre.

Zudem haben wir uns bewusst gegen ein Bahnhof im allgemeinen entschieden. Die Schiene soll viel mehr als verbindendes und später deutlich trennendes Symbol Entwicklungen veranschaulichen. Im Schatten der Schiene spielt das Leben, das den Augen der Obrigkeit verborgen blieben sollte. Sowohl im Westen, als auch im Osten.

Ich hoffe Sie haben für diese Entscheidung Verständnis!

Herzliche Grüße,

Sebastian Drechsler

schrieb am 08.10.2008 um 16:17 Uhr
Gibt es eigentlich keinen Newsletter mehr? Es ist seit Monaten nichts mehr gekommen.

Beste Grüße

Heinz Gebauer

schrieb am 17.11.2008 um 19:40 Uhr
Wir haben uns die Sonderausstellung zum Tag der Deutschen Einheit angesehen. Wir waren total beeindruckt.Den Dioramenbauern ein ganz großes Kompliment. Vielleicht findet ihr einen schönen Platz für die Dioramen als Daueraustellung.

MfG
Siegfried

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