Newsmeldung Kategorie Aktion
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Erste Eindrücke aus Haiti
Zweiter Bericht - Mittwoch, 15.09.Nun sind wir in Haiti angekommen und die Bilder und Eindrücke der letzten Stunden lassen sich nur schwer in Worte fassen. Wir kamen mit Delta Airlines aus dem wundervollen New York, überflogen paradiesische Karibikinseln umgeben von azurblauem Wasser. Als sich am Horizont Haiti abzeichnete, wirkte es auf den ersten Blick genauso paradiesisch. Aber schon im Landeanflug zeichnet sich ab: hier stimmt etwas nicht. Unter uns stehen eng an eng verrostete Wellblechhütten und überall sehen wir Trümmer. Mit gemischten Gefühlen verlassen wir den Flughafen und stehen auf einmal Mitten im Chaos.
Von Paradies keine Spur. Ganz im Gegenteil, wohin man schaut: Leid und Elend. Auf den Weg in Richtung Zentrum passieren wir Straßen, die Steinbrüchen gleichen, hunderttausende notdürftig zusammen gezimmerte Zelte und Hütten aus Holz, Blech und Folien in Mitten von meterhohen Trümmerhaufen. Dazwischen tausende Menschen, die in Müll und Schutt ihre Notdurft verrichten, Mütter, die in Straßengräben ihre Neugeborenen stillen und überall vom Erdbeben gezeichnete Männer, Frauen und Kinder. Es scheint als ob die Katastrophe gestern passiert wäre. Es ist nur schwer vorstellbar, wie es unmittelbar nach dem Erdbeben aussah. Denn nur diese ersten Meter in Haiti sind herzzerreißend.
Die Menschen stehen schutzlos dem Elend gegenüber. Nicht vorzustellen, was dem Land und den Leuten droht, wenn die Natur das nächste Mal tobt. Mit unserer Ankunft, hat sich auch ein Hurrikan angekündigt. Es schauert uns bei den Gedanken.
In Worten kaum zu beschreiben. Versuchen wir es mit Bildern.
Es wird Jahre dauern, bis die Menschen auf Haiti würdevoll leben können. An jeder Ecke sieht man Leid, Elend aber auch Möglichkeiten. Es gibt etliche Hilfsorganisationen und freiwillige Helfer die täglich Großartiges leisten. Leider können wir nicht alle unterstützen. Daher wollen wir ein Projekt fördern, das wir langfristig hinweg begleiten und finanziell, geistig und mit Arbeitskraft unterstützen, um den Menschen ein besseres Leben zu ermöglichen. Wir haben viele Eindrücke von möglichen Projekten bekommen. Wir werden in den nächsten Tagen das Projekt vorstellen, welches wir zusammen mit Ihnen gezielt unterstützen wollen. Wir werden von Wunderlandseite natrülich den Topf mit füllen und hoffen auch auf Ihre Unterstützung.. Wenn Sie Spenden wollen, können sie das tun
Empfänger: Aktion Deutschland hilft e.V.
Betreff: Miniatur Wunderland hilft Haiti
Spendenkonto 10 20 30
Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00
Alle Berichte und Eindrücke zu Haiti finden Sie gesammelt auf diesen Blog.
Das Erdbeben hat vor niemandem halt gemacht. Es hat Kinder, Alte, Männer und Frauen gleichermaßen getroffen. Es soll zwischen 200.000 – 400.000 Tote gegeben haben. Fast jeder hat jemanden verloren. Die Mutter ihren Mann, das Kind den Vater.
Ganze Stadteile wurden dem Erdboden gleichgemacht. Rund 1,2 Million Menschen sind obdachlos geworden. Noch immer gleichen ganze Stadtteile Trümmerfeldern.
Zwar sind die einsturzgefährdeten Häuser von Regierung und NGOs gekennzeichnet worden. Aber es halten sich nur wenige an diese Vorschriften. Die Not zwingt die Menschen zu fatalen Risiken. Noch immer sterben Menschen durch Trümmer.
Trotz all des Elends hat das Leben nicht aufgehört. Wohin wir auch gehen, wir treffen fast überall auf warme und freundliche Menschen. Unvorstellbar bei dem Leid, das diese Menschen nicht nur in den letzten Monaten durchleben mussten.
Die Region um Port au Prince gleicht einem Trümmerfeld. Es wird Jahre dauern bis alles wieder aufgebaut ist. Man kann nur beten, dass diese Gebiete in der nächsten Zeit von keinem Hurrikane oder Erdrutsch heimgesucht werden. Die Folgen wären derzeit fürchterlich. Schon nach wenigen Stunden auf Haiti hat sich gezeigt, dass dieses Land noch weit von Normalität entfernt ist. Noch nie haben wir Menschen unter widrigeren Bedingungen leben sehen. Glücklicherweise gibt es viele Organisationen, die sich dieser Katastrophe angenommen haben. Wir werden einige besuchen und Ihnen über deren Arbeit und unsere Erfahrungen in den nächsten Tagen berichten. Wir dürfen Haiti nicht vergessen, wir dürfen diese Menschen nicht vergessen. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns auf unserer Reise weiter begleiten.











