Newsmeldung Kategorie Aktion

28.09.2010 um 16:33 Uhr
Alter: 2 Jahr(e)

Die letzte Station - zu Gast bei Dr. Foblas

Vorstellung des neuen Hilfsprojekt vom Miniatur Wunderland

Unsere Reise nach Haiti neigt sich dem Ende entgegen. Das was wir in den letzten Tagen gesehen haben, wird uns sicher noch lange begleiten. Soviel Leid, Elend und Zerstörung haben wir nie zuvor gesehen, gleichwohl haben wir in diesen widrigen Bedingungen allerorts Hoffnung und Zuversicht gespürt und Menschen voller Tatendrang getroffen.

Von genau so einem Menschen und einem Projekt, das die Hoffnung von tausenden Menschen nährt, möchten wir Ihnen abschließend berichten. In unserem ersten Bericht haben wir bereits angekündigt, dass unsere Haitireise nicht nur der Nachbearbeitung unseres Projektes und der Respektsbekundung gegenüber all den Helfern dient, sondern vor allem der Suche nach einem Projekt, das wir als Miniatur Wunderland, direkt, ohne Reibungsverlust und unnötige Bürokratie unterstützen können.

Wir haben dieses Projekt gefunden. Im Viertel Croix-des Bouquets am Stadtrand von Port-au-Prince haben rund 16.000 Menschen ihre Häuser durch das Erdbeben verloren und leben unter prekären Bedingungen. Es gibt wenig zu essen, kein sauberes Wasser, keine sanitären Einrichtungen und für die meisten kein schützendes Dach.

Genau hier kämpft Dr. Joseph Foblas gemeinsam mit AWO International für die hart getroffene Bevölkerung. Der haitianische Arzt engagiert sich seit nun mehr 20 Jahren für die Bedürfnisse der Menschen auf Haiti. Seine Organisation Centre de Santé et de Développement Intégré (CSDI) auch bekannt als Bon Samaritain hat unmittelbar nach dem Erdbeben, gemeinsam mit der Arbeiterwohlfahrt, begonnen Flüchtlingslager und kinderfreundliche Plätze für die Betroffenen zu bauen.

In den letzten Monaten haben sie gemeinsam Großes bewegt. Mit Schweiß und Leidenschaft haben sie Bleiben für die ca. 10.000 Menschen in vier Flüchtlingslagern geschaffen, die medizinische Grundversorgung gesichert und den ersten Teil einer Schule gebaut.

Trotzdem fehlt es an allen Ecken. Und hier wollen wir direkt helfen. Wir haben von Dr. Foblas und Nicole Bergmann (Vertreterin von Aktion Deutschland hilft e.V. auf Haiti) eine Liste mit dringend benötigten Materialien bekommen. Diese Artikel wollen wir kaufen. Wir hoffen Sie unterstützen uns dabei. Suchen Sie sich einfach einen Artikel aus, für den Sie die Patenschaft übernehmen wollen oder spenden Sie einen Teil.

Spenden Sie an folgendes Konto:
Empfänger: Aktion Deutschland hilft e.V.
Spendenkonto 10 20 30
Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00

In die Betreffzeile geben Sie ein:
„Wunderland hilft Haiti“
Und danach den Zweck
Zum Beispiel „Gasofen“

Bedarfsliste für das Flüchtlingslager:

A) Küch und Kochequipment

3 Küchenhütten (für Ofen, Ausstattung und Arbeitsflächen)

301 Euro

1 Gasofen mit Rohren, Anschlüssen, Gasflaschen Koch-Equipment

2238 Euro

1 Holztisch und 4 Holzstühle

150 Euro

B) Medizinische Versorgung

Holzhaus zur grundlegenden medizinischen Versorgung mit Betonfundament (25-30 qm)

2251 Euro

C) Schulausstattung

40 Holzbänke (8 pro Klassenraum)

38 Euro pro Bank

40 Holtische (8 pro Klassenraum)

38 Euro pro Tisch

5 Tische und 5 Stühle für die Lehrer

53 Euro pro Garnitur

5 Kreidetafeln 

41 Euro pro Tafel

D) Kindergartenausstattung

20 Kinderholzbänke

38 Euro pro Bank

20 Kinderholztische

38 Euro pro Tisch

4 Tafeln zum Zeichnen

41 Euro pro Tafel

Spielzeug

100 Euro pauschal

Wenn Sie einen Artikel übernehmen wollen, schreiben Sie doch einfach per Kommentar, um welchen es sich handelt.

 

Alle Berichte und Eindrücke zu Haiti finden Sie gesammelt auf diesen Blog.

Verwüstetes Port-au-Prince

Im Umfeld des Lagers ist die Lage noch immer entsetzlich. Überall Müll und Trümmer. Es wird davon ausgegangen, dass es mit 1000 Tiefladern 10 Jahre dauern wird, um alle Trümmerteile aus Port-au-Prince zu entsorgen.


Im Hilfslager

Die Lebensbedingungen im Lager haben sich ein wenig verbessert. Dr. Foblas hat es geschafft allen Menschen ein Zelt zu organisieren, für Ordnung zu sorgen, die medizinische Grundversorgung zu sichern und erste Aufenthaltsräume für Kinder zu bauen.


Immernoch extreme Lebensbedingungen

Trotzdem sind die Lebensbedingungen noch immer extrem hart. Die Menschen leben seit Monaten bei Temperaturen zwischen 35-40 Grad mit bis zu 8 Leuten in einem Zelt.


Camp-Organisatoren

Dr. Foblas stellt uns den Rat dieses Camps vor. Ihm war von Anfang an wichtig, dass die Bewohner sich selber organisieren und eigene Strukturen schaffen.


Eine Küche ist dringend notwendig

Derzeit wird unter einer Palme gekocht. Die Frauen richten am offenen Feuer das Essen für mehrere hundert Personen her. Eine Küche ist dringend notwendig.


Child Friendly Spaces

Besonders an dem Camp von Dr. Foblas ist der große Anteil an Kindern. Für die Kinder einen lebenswert Platz „Child Friendly Spaces“ zu schaffen, ist das größte Ziel seiner Organisation.


Noch ist viel zu tun

Seit 20 Jahren setzt sich die Organisation CSDI für das Wohl von Familien auf Haiti ein. Noch ist viel zu tun.


Wir wollen helfen

Aber erste Aktionen haben das Leben der Kinder in den Lagern von Croix-des Bouquets schon besser gemacht. Das Fundament von zwei Schulen steht bereits. Wir wollen helfen diese Schulen auszustatten.




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