1859 – 1950: Mädchenspielzeug

Eine Puppenküche der Firma Märklin

Als Theodor Friedrich Märklin 1859 mit der Fabrikation von Zubehör für die Puppenküche begann, war das eine Diversifikation in seinem erlernten Beruf. Er war Flaschnermeister und sehr erfahren in der Bearbeitung und der Verformung von Blech. Blech war als Werkstoff nicht nur geeignet für die gewerbliche Anwendung,  sondern auch ein idealer Werkstoff für die Herstellung von Spielzeug aller Art. Es war relativ leicht formbar, stabil und durchaus bezahlbar. Aus den ersten Töpfen, Schüsseln und Pfannen wurden so im Laufe der Jahre schließlich ganze Puppenküchen. Bestecke, Kuchenformen, Service, Wasserkaraffen und ganze Küchenherde entstanden und fanden ihre Käufer.

Aus der Flaschnerei wurde eine Spielwarenmanufaktur. Wegen des „pädagogischen Wertes“ erfuhr das Angebot immer mehr Beachtung: Schließlich konnte mit den Gerätschaften richtig gekocht und gebacken werden. Die Herde wurden anfänglich mit Spiritus und Gas beheizt, später auch mit Elektrizität betrieben und aus dem echten Gasherd wurde aus Sicherheitsgründen ein elektrisch betriebenes „Gasherd-Imitat“. Spielwaren für Mädchen befanden sich von 1859 bis 1950 im Märklin-Angebot.

Aus dem Hauptsortiment der Anfangszeit von Märklin wurde schließlich ein Rumpfsortiment mit 3 elektrischen Herden, welches zuletzt im Katalog von 1950 angeboten wurde.