Große Spuren

Eine der ersten Lokomotiven.

Begonnen hatte alles im Jahr 1891, als Märklin auf der Leipziger Frühjahrsmesse – damals Ostermesse genannt – die erste auf Gleisen laufende, betriebsfähige Spielzeugeisenbahn mit einer Spurweite von 45 mm (gemessen von der Innenkante der Schienenprofile) anbot.

Die erste Lokomotive mit Federwerkantrieb, das so genannte Storchenbein, besaß nur eine Antriebs- und eine Nachlaufachse sowie einen zweiachsigen Tender. Bereits Mitte der neunziger Jahre des 19. Jahrhunderts folgten zweiachsige Lokomotiven. Den ersten Uhrwerkbahnen folgten ab 1895 auch solche mit Elektroantrieb mittels Starkstrom (Netzspannung) – regelbar über einen Kohlefadenregler – und zusätzlich Echtdampfbetrieb durch Spiritusheizung.

Entsprechend der Bedürfnisse für den Export wurden Modelle verschiedenster ausländischer Bahnverwaltungen nachgebildet. Hervorzuheben sind hier Modelle an Lokomotiven und Wagen für Großbritannien, die Schweiz und die Vereinigten Staaten von Nordamerika. Ab 1926 wurde der Betrieb mit Starkstrom generell verboten und auf das ungefährliche 20-Volt-System umgestellt. 1938 gab Märklin die Produktion der Nenngröße 1 kompromisslos auf.

Die größten Fahrzeuge die Märklin hergestellt hat, waren Spur V-Züge. Es gab von den um 1910 hergestellten Zügen nur 5 Exemplare. Die Spuren II und III konnten sich ebenso wenig durchsetzen. Heute sind Artikel dieser Größen seltene Raritäten.