Die geteilte Stadt

Eine bebilderte Geschichte der deutschen Teilung und Wiedervereinigung

Viele Deutsche haben die Teilung selbst noch miterlebt, die meisten die Wiedervereinigung und fast jeder die Auswirkungen der Teilung auf unsere heutige Gesellschaft. Genau wie wir. Trotzdem fällt es uns nach nur 18 Jahren häufig schwer vor Augen zu rufen, was die Teilung für Millionen von uns alltäglich bedeutete. Wenn man in Berlin-Mitte durch die Straßen schlendert und realisiert, dass innerhalb weniger Minuten die ehemalige deutsche Grenze mehrmals überschritten wird, fällt es schwer, das zu begreifen. So geht es wahrscheinlich vielen Menschen – im Besonderen den noch jüngeren Generationen. Das ist wahrscheinlich ein normaler Prozess, wenn Gelebtes zu Geschichte wird – und trotzdem prägt diese Geschichte das Miteinander in der Gegenwart.
Hat das Miniatur Wunderland die Möglichkeit an Hand von Modellen Geschichte
erlebbar zu machen? Wir sind der Überzeugung: ja! So entstand die Idee für diese Ausstellung. Gemeinsam haben das Miniatur Wunderland und Hamburger Landeszentrale für politische Bildung, dann das Konzept für diese Ausstellung entwickelt. Mit Hilfe der sieben Dioramen wollen wir insbesondere Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bieten, sich anders und lebhafter mit Geschichte zu beschäftigen und Menschen jenseits der Schule und Berufsausbildung einen Anlass geben, sich bildlich zu erinnern.
Die Dioramen zeigen eine fiktive, in Ost und West geteilte, Straßenkreuzung
in Berlin. Fiktiv deshalb, weil so möglichst viele Alltagssituationen auf kleinstem Raum dargestellt werden können. Vordergründig bilden die Dioramen das Erscheinungsbild der jeweiligen Epoche im Osten und im Westen Berlins nach. Nach tiefgründiger Betrachtung der Dioramen wird man realisieren, dass viele Ereignisse, Lebensumstände und -arten der jeweiligen Epoche an Hand von kleinen Symbolen aus verschiedenen Winkeln beleuchtet werden.
Auch wenn vieles in der Geschichte als gegeben betrachtet werden kann, ist uns bewusst, wie unterschiedlich diese aus der Sicht der und des Einzelnen wahrgenommen wurde. Wir haben versucht so viele Facetten wie nur möglich einzuarbeiten. Sicherlich konnten wir nicht alles nachbilden.
Neben den Details, die in dem ausstellungbegleitenden Heft zu finden sind, gibt es noch eine Vielzahl weiterer, die auf den folgenden Seiten dargestellt werden.