Die Freilichtbühne

Rollende Züge sind seit langem eine Selbstverständlichkeit in der Modellbahnbranche und im Miniatur-Wunderland zählen fahrende, bremsende und blinkende Autos, sowie das Meer kreuzende Schiffe, zur Sensation unter Laien und Fachleuten. Aber auch die Figuren haben das Laufen gelernt und die Feinmechanikerschmiede des Wunderlandes zaubert immer wieder Neues aus dem Hut.

Auf engstem Raum vollführt ein verwirrendes Räderwerk aus Hebelchen, Seilzügen und kleinsten Motoren, eine harmonische Bewegung der Männlein und Fräulein an der Oberfläche.

Die Freilichtbühne ist ein kulturelles Muss für jeden gebildeten Wunderländer. Nachdem sich der Begrüßungsapplaus gelegt hat, vernimmt man das Stimmen der Instrumente im Orchestergraben und kurz danach öffnet sich dann unter Flutlichtbeleuchtung der Vorhang. Auf leichten Füssen tänzelnd, um sich selber drehend, erscheint Romeo auf den Brettern, die die Welt bedeuten und mit lieblichem Gesang lockt er seine angebetete Julia aus ihrem Gemach. Ohne zögern eilt sie auf den Balkon, doch -oh Schmach-, der verträumte Liebhaber hat die Leiter vergessen. So bleibt ihm nur der sehnsuchtsvolle Blick nach oben, und der Weg führt ihn wieder hinfort in die Einsamkeit. Noch lange hallt der Applaus der Opernfreunde durch die Felskulisse, bis sich der Vorhang endgültig schließt und die Gäste ergriffen nach Hause gehen.

Fotos aus Mitteldeutschland

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